Klimagriff – Funktionsprinzip

Grundsätzliches


Die Messwerte Temperatur und relative Luftfeuchte, die der Klimagriff aufnimmt, spiegeln das Raumklima in unmittelbarer Nähe des Klimagriffs wieder. Infolge lokaler Störeinflüsse (Heizkörper, Gardinen etc.) sind die gemessenen Werte jedoch zu korrigieren, um auf die Verhältnisse im Raum schließen zu können. Da es jedoch einerseits eine Vielzahl von Einbausituationen gibt und andererseits die Handhabung des Klimagriffs einfach gehalten werden soll, erfolgt nur eine Grobkorrektur. Die Korrektur berücksichtigt den baulichen Wärmeschutz des Gebäudes, die Art bzw. die Anordnung der Wärmeübergabesysteme im Raum sowie den grundflächenbezogenen Fensterflächenanteil. Es kann Einbausituationen geben, in denen die Anwendung des Klimagriffs nicht möglich ist. Die korrigierten Messwerte werden für die weiteren Berechnungen herangezogen. Der Algorithmus im Klimagriff bezieht sich grundsätzlich für wohnähnliche Nutzungen.

Der Klimagriff besitzt im Wesentlichen zwei Warnschwellen. Die eine bezieht sich auf den Mindestluftwechsel und die andere auf die Raumluftfeuchte.

Mindestluftwechsel

Wenn der Mensch sich in Räumen aufhält, dann „verbraucht“ er die vorhandene Raumluft. Der sich daraus ergebende erforderliche Luftwechsel ist von der Raumnutzung und der Anzahl der Nutzer abhängig. Wenn ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 für eine Nutzungseinheit umgesetzt wurde, wird der Luftvolumenstrom, der dann bereits nutzungsunabhängig sichergestellt ist, entsprechend angerechnet.

Feuchteschutz

Die gemessene Luftfeuchte ist kein ausreichender Indikator für die Beurteilung der Tauwassergefahr. Maßgeblichen Einfluss nehmen hier eventuell vorhandene Wärmebrücken. Auch hier gilt, dass es eine Vielzahl von möglichen Wärmebrückensituationen gibt, die nicht alle abgebildet werden können. Daher wurde eine Referenzwärmebrücke gewählt. Davon ausgehend berechnet der Klimagriff in Abhängigkeit des baulichen Wärmeschutzes und der Außentemperatur jeweils ein Grenzwert für die Raumluftfeuchte. Bei deren Überschreitung eine Alarmierung erfolgt.

Außenklima

Der Klimagriff erfasst nur das Innenklima, so dass das Außenklima auf Basis verfügbarer Klimadatensätze (Außentemperatur und relative Luftfeuchtigkeit) abgebildet werden muss. Dies soll künftig mittels lokaler Stundenmittelwerte erfolgen. Zusätzlich wird berücksichtigt, ob sich das Gebäude in einem windstarken oder windschwachen Gebiet befindet. Die Klimadaten und der Standort werden in Abhängigkeit der Postleitzahl berücksichtigt. Eine genaue Abbildung der Außenklimas ist derzeit nicht möglich.

Erforderliche Lüftungsdauer

Die Notwendigkeit der Lüftung ergibt sich entweder aus dem erforderlichen Mindestluftwechsel oder dem Feuchteschutz. In Abhängigkeit des Außenklimas und der Fensterstellung kann ein Luftvolumenstrom über das Fenster berechnet werden. Aus dem so ermittelten Lüftungspotential sowie dem Lüftungsbedarf wird die erforderliche Lüftungsdauer berechnet. Dabei fließt auch die Lage der Nutzungseinheit im Gebäude (Geschoss) in die Berechnung mit ein. Um eine Dauerlüftung zu vermeiden, wird die maximale Lüftungsdauer jahreszeitabhängig begrenzt.




Vorsicht im Winter …

… Heizen allein genügt nicht.

Wer richtig lüftet, vermeidet Schimmelbildung und spart Energie. Was korrektes Lüften heißt, das ist jedoch für viele Hausbesitzer und Wohnungsnutzer oftmals die Frage. Eine klare Antwort gibt KLIMAGRIFF® – das Modul lässt sich unter Ihren Fenstergriff auf nahezu jedes Holz- und Kunststofffenster montieren. Es misst kontinuierlich die Raumtemperatur sowie relative Luftfeuchtigkeit und gibt eine Lüftungsempfehlung ab. Damit steht nahezu jedem Haushalt ein einfaches und effektives Lüftungskonzept zur Verfügung: für die Vorbeugung gegen Schimmel und für die Einsparung von bis zu 15 % Energie.

Besitzer von Wohnimmobilien und Bewohner können gleichermaßen aufatmen: Endlich gibt es eine einfache Methode zur kontinuierlichen Optimierung des Raumklimas. Mit sensitiver Messtechnik ermittelt der KLIMAGRIFF® permanent Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit. Am Fenster montiert signalisiert er, wann und wie lange das Fenster geöffnet werden muss, um ein ideales Raumklima zu schaffen. Da Feuchtigkeit aus der Luft so regelmäßig abgeführt wird, hilft der KLIMAGRIFF® den Schimmel vermeiden. Laut Umweltbundesamt sollte die Raumtemperatur bei 20°C liegen und jedes Grad weniger spare 6% Heizenergie. Die Wohlfühltemperatur hängt vor allem mit dem Verhältnis von Raumtemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit zusammen. Da der KLIMAGRIFF® hier unterstützt, sind Energieeinspareffekte bis zu 15% möglich.

Die Lüftungsempfehlung erfolgt per LED-Anzeige, wahlweise auch akustisch per Signalton. Betrieben wird der KLIMAGRIFF® mit zwei 1,5 V AA-Batterien, die im Lieferumfang enthalten sind. Über drei Tasten ist er auf einfache Weise bedienbar. Schnell und unkompliziert ist auch seine Montage.

Ein Lüftungsprotokoll informiert über das langfristige Lüftungsverhalten. Es kann auf Wunsch bzw. im Bedarfsfall vom regionalen Lizenzpartner der Klimagriff GmbH ausgelesen werden, um zum Beispiel festzustellen, ob ein Schimmelschaden durch falsches Lüftungsverhalten begünstigt wurde.

Die DIN 1946, Teil 6, fordert seit Mai 2009 nutzerunabhängige Lüftungskonzepte, da die stetig wachsenden Anforderungen zum dichten, energiesparenden Bauen auch „Nebenwirkungen“ haben. Der KLIMAGRIFF® ist eine kostengünstige Alternative und gibt ein gutes Gefühl, denn der Bewohner hat das Raumklima und damit auch seine Gesundheit selbst „im Griff“.

Gründer der Klimagriff GmbH Georg Meyer sieht im KLIMAGRIFF® den ersten Schritt auf dem Weg zum nachhaltigen Bauen und gesunden Wohnen. In Zusammenarbeit mit einem kompetenten Entwicklerteam wurde der KLIMAGRIFF® anwenderreif entwickelt und ist seit Herbst 2010 beim Lizenzpartner erhältlich.

Weitere Fragen beantwortet gern Ihr regionaler KLIMAGRIFF-Lizenzpartner und Gebäudeenergieberater Horst Kunzelmann. Als Schimmelexperte erfahren Sie bei mir auch alles rund um die Themen Raumklima, Dämmung und Isolierung, Schimmel und natürlich den KLIMAGRIFF.






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